Bodensee Challenge 2018 in Kreuzlingen

 

SÜDKURIER vom 


9. Offene Deutsche Drachenboot Langstreckenmeisterschaft in Essen

 

SÜDKURIER vom 24.04.18


9. Offene Deutsche Drachenboot Langstreckenmeisterschaft in Essen

 

Bei der Drachenboot-Langstreckenmeisterschaft in Essen waren auch in diesem Jahr drei Sportler/-innen des Kanu-Club Konstanz vertreten. Auf einer Distanz von 12 Kilometern mit insgesamt 5 Wenden mussten Nicole Böhme, Jasmin Schlinker und Thomas Maier mit ihren Teams beweisen, dass sie Durchhaltevermögen und die nötige Ausdauer besitzen, um bei diesem harten Wettkampf bestehen zu können. Gestartet wird unter anderem in den Kategorien Master (die Paddler/-innen müssen 40 oder älter sein) und Premier (die Paddler/-innen müssen 16 oder älter sein). Dafür beginnen die Sportler/-innen bereits Wochen vorher mit dem Training. Für die Renngemeinschaft Neckardrachen ging es in diesem Jahr um nicht mehr als die Verteidigung ihres Meistertitels vom Vorjahr, entsprechend hoch waren die Erwartungen an die Teamkameraden.

Nicole Böhme nahm mit den Neckardrachen zur Vorbereitung auf die Meisterschaft sogar am  Langstreckenrennen in Merzig eine Woche vorher teil. Als Trommlerin war es ihre Aufgabe das Team auf 10 Kilometer Distanz zum Durchhalten zu motivieren und den Takt der Schlagreihe über ihre Trommel weiterzugeben, damit alle Paddler/-innen im Gleichschlag paddeln. Nur so hat ein Team die Chance zum Sieg. Bei diesem Rennen stimmte einfach alles, sodass sich Nicole und ihr Team souverän und mit einigem Vorsprung vor ihrem größten Konkurrenten vom eigenen Verein den ersten Platz sicherten. 

Nach diesem gelungenen Auftakt ging es für Nicole Böhme, Jasmin Schlinker und Thomas Maier nach Essen. Während Nicole Böhme als Trommlerin und Thomas Maier als Paddler das Team Neckardrachen 1 in der Kategorie Masters unterstützen, ging Jasmin Schlinker als Paddlerin für die Kurpfalz-Dragons in der Kategorie Premiers an den Start. Bei relativ frischen Temperaturen und böigem Wind nahmen Langstreckensportler/-innen aus ganz Deutschland an dieser Meisterschaft teil.

Das Team von Nicole und Thomas hatte den letzten Startplatz erhalten und begann sich direkt nach dem Startschuss nach vorne zu arbeiten. Das bedeutete ein hartes Stück Arbeit, denn 12 Kilometer Strecke können auch bei erfahrenen Sportler/-innen ganz schön in die Knochen gehen. Muskelkraft alleine hilft da wenig, denn auch die richtige Technik beim Paddeln ist für das Ergebnis entscheidend. Motiviert von Nicole Böhme auf der Trommel, paddelten Thomas Maier und seine Teamkameraden unter vollem Krafteinsatz und konnten so schon bald einige Konkurrenten hinter sich lassen. Vor allem die Wenden kamen der Mannschaft mit Sitz in Heilbronn zu gute, denn durch die bessere Position in den Wenden, konnten sie dort viele Drachenboote überholen. Es ist wichtig in den Wenden eine perfekte Linie zu fahren, ansonsten kann man dort schnell seinen hart erkämpften Platz wieder verlieren. Aus diesem Grund ist eine perfekte Zusammenarbeit der ganzen Mannschaft gefragt. In einer Wende passierte es dann, ein Gegner touchierte versehentlich den Drachenbootschwanz der Neckardrachen, der daraufhin abriss. Das Team ließ sich davon aber nicht beirren und setzte den Kampf um die Titelverteidigung fort. Am Ende erreichte die Mannschaft nach 57 Minuten und 21 Sekunden die Ziellinie, damit sicherten sie sich nicht nur erneut den Meistertitel vor ihren Konkurrenten aus demselben Verein, sondern konnten sogar noch einige der jüngeren Premierteams einholen.

Auch für Jasmin Schlinker und die Kurpfalz-Dragons lief es sehr gut. Mit Startplatz 1 hatten sie zunächst freie Fahrt und konnten den Gegnern davon fahren. Doch schon nach der 3. Wende wurden sie von ihren Konkurrenten dem Team Drag Attack eingeholt. Es folgten mehrere Zwischensprints bei denen die Paddelfrequenz merklich angehoben wird, um sich ein Stück von den Gegnern abzusetzen oder auf deren Welle zu reiten, um Kraft zu sparen. Das Absetzten ist besonders kurz vor den Wenden entscheidend, da das vordere Boot die bessere Position in der Wende wählen kann. Sie lieferten sich teilweise ein spannendes Kopf an Kopf Rennen und versuchten alles, um den starken Konkurrenten aus Wuppertal wieder einzuholen. Am Ende reichte es nicht ganz, mit 55 Minuten und 58 Sekunden fehlen Jasmin Schlinker und ihrer Mannschaft nur wenige Sekunden zum ersten Rang. Ihr Team konnte sich somit über einen mehr als verdienten Vize-Meistertitel freuen. 

 

Für alle drei Sportler/-innen aus Konstanz hat nach dieser erfolgreichen Meisterschaft die Wettkampfsaison begonnen. Auch in diesem Jahr werden wieder einige Sportler/-innen vom Kanu-Club Konstanz auf Wettkämpfen aller Art um Edelmetall kämpfen. 



Monkey Jumble 2017

 

SÜDKURIER vom 17.10.17


Paddeln um den Affenstab

 

Beim Monkey Jumble der größten Drachenboot Langstreckenregatta in Europa und der größten Sportveranstaltung im Saarland in Saarbrücken war der Bodenseedrache, das Drachenbootteam vom Kanu-Club Konstanz mit am Start.

Gemeinsam mit 47 anderen Teams, die aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und England angereist waren, kämpften die Konstanzer auf der Saar um den silbernen Affenstab, den die schnellste Mannschaft am Ende des Rennens entgegen nehmen durfte. Das Rennen ist unter den Drachenbootmannschaften so beliebt, dass bereits 10 Minuten nach Freischaltung alle 48 Startplätze vergeben waren. Der Bodenseedrache hatte Glück und konnte von Startplatz 25 aus teilnehmen. Schon Wochen vorher begann sich das Team auf diesen Wettkampf vorzubereiten. Eine Woche vorher folgte noch ein schweißtreibendes Trainingslager, dann war die Vorbereitung abgeschlossen. Danach standen die besten 22 Sportler/-innen fest.

Am Wettkampftag warteten alle Sportler wie jedes Jahr voller Spannung auf den Countdown, der mit Kommentaren und Affengeschrei untermauert wurde. Sobald das Startsignal, ein Kanonenschuss, ertönt, setzen sich alle Boote gleichzeitig in Bewegung und alle Energie entlädt sich schlagartig. Begleitet von Affengeschrei, müssen sich Paddler/-innen, Trommler/-innen und Steuerleute auf 11 Kilometer Strecke und in 3 Wenden beweisen. Eine große Herausforderung vor allem für die Steuerleute, sind die Wenden, da es dort regelmäßig zu Kollisionen und kleineren Berührungen kommt. Der Bodenseedrache hatte Glück, dank Steuerfrau Antje Böhme gelang es die Wenden ohne größere Probleme zu meistern. Lediglich der Drachenschwanz wurde abgerissen und musste geborgen werden. Ein gegnerisches Boot war zu einfach zu dicht dran. Im Dreierpack zwischen Torpedo Drachen und Team LSdL kämpfte sich der Bodenseedrache nach vorne. Keine der Mannschaften konnte sich vor der 3. Wende absetzten und so fuhren sie zu dritt auf die Wendebojen zu. Normalerweise versuchen die Steuerleute die Kurve möglichst eng zu fahren, der Bodenseedrache musste jedoch den längeren Weg auf der Außenbahn neben den Torpedo Drachen fahren, da sich diese in der Innenkurve befanden. Nach der Wende gelang es den Torpedo Drachen sich etwas abzusetzen. Das Team LSdL mußte sich geschlagen geben. Der Bodenseedrache versuchte nun noch das Team aus Friedrichshafen einzuholen. Für ein Überholmanöver reichte auch ein harter Endspurt leider nicht mehr.

Ein so langes Rennen erfordert gute Ausdauer, der richtige Schlag und ein gut eingespieltes Team sind jedoch ebenso entscheidend. All das brachte der Bodenseedrache mit, die Schlagreihe besetzt mit Lisa Korn und Jasmin Schlinker, die den zu paddelnden Takt und Zwischenspurts vorgibt, feierten bei diesem Wettkampf ihren Einstand. Ihre Premiere ist ihnen sichtlich geglückt, denn das Team überquerte nach 55 Minuten und 42 Sekunden unter tosendem Beifall die Ziellinie. Gerademal 3 Sekunden hinter den Zeppelinos aus Friedrichshafen. Damit konnte der Bodenseedrache nicht nur seine Zeit, sondern auch die Platzierung vom Vorjahr verbessern und landete in der Gesamtwertung auf Rang 12. Ein traumhaftes Ergebnis für die Mannschaft von Thomas Maier, die sich in der nächsten Saison schon neue Herausforderungen sucht und mit seinem Team bestimmt wieder an der begehrtesten Regatta Europas teilnehmen wird.